Schwimmbäder im Bezirk nicht austrocknen lassen!

Die CDU-Fraktion sorgt sich um die Zukunft der Schwimmbäder im Bezirk

Die Berliner Bäderbetriebe planen größere Veränderungen in der Bäderlandschaft, da sie derzeit hohe Verluste einfahren, und diskutieren intern mehrere Varianten über die künftige Ausrichtung. Einige der Optionen wurden bereits publik gemacht. Für unseren Bezirk wird folgendes Konzept diskutiert:


Es ist geplant, den Standort des bisherigen Sommerbades Mariendorf an der Rixdorfer Straße in ein großes Kombi-Bad mit Ganzjahresbetrieb auszubauen. Im Gegenzug soll das bestehende Kombi-Bad Mariendorf am Ankogelweg aufgrund des hohen Sanierungsbedarfs geschlossen werden. Da auch der Fortbestand des ebenfalls sanierungsbedürftigen Hallenbades an der Götzstraße nicht gesichert ist, verbliebe bei dessen Schließung im Bereich des Alt-Bezirks Tempelhof nur noch ein einziges Schwimmbad.

Daher fordern wir, dass mit Augenmaß gehandelt wird und die Versorgung mit „öffentlichen“ Schwimmbädern im Bezirk, betrieben durch die Berliner Bäder Betriebe, in ausreichendem Maße insbesondere für den Schwimmunterricht an Schulen und für den Vereinssport gewährleistet bleibt.

Außerdem soll es ein für breite Bevölkerungsschichten bezahlbares Angebot geben.





Das Ankogelbad versorgt die südlichen Bezirksteile Lichtenrade, Marienfelde, Mariendorf-Süd sowie Buckow und Lankwitz und weitere Einzugsbereiche und damit ein Gebiet mit deutlich über 100.000 Einwohnern. Im Sommer sind beide Mariendorfer Bäder gut besucht. Eine Schließung würde eine deutliche Einschränkung bedeuten.
Weiterhin ist zu beachten, dass keine Konzentration auf nur noch sehr wenige Standorte erfolgen sollte. 

Die Schwimmbäder erfüllen bspw. mit dem Schulschwimmunterricht und dem Vereinsschwimmen eine wichtige Funktion, bei der es zu keinen weiteren Einschränkungen kommen sollte. Einige kleinere Vereine bekommen jetzt schon nur noch Schwimmzeiten zu Randzeiten in Hallen in anderen Bezirken. Für die Schulen dürfen aus schulorganisatorischen Gründen die Anfahrtswege und Fahrtzeiten nicht zu lang sein. Schließlich muss alles innerhalb des Unterrichts erfolgen. Fahrzeiten hin und zurück von über einer Stunde lassen sich kaum bewältigen.

Schließlich muss ebenfalls berücksichtigt werden, dass moderne Kombibäder mit einem erweiterten Freizeitangebot höhere Eintrittspreise nach sich ziehen. Es muss jedoch ein für alle bezahlbares Angebot vorgehalten werden. Es ist nicht Aufgabe der Bäderbetriebe, mit den Betreibern der Spaßbäder in Konkurrenz zu treten, sondern eine von Qualität und Preisniveau attraktive Versorgung in der Breite herzustellen.

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