CDU-Fraktion setzt sich für den Erhalt öffentlicher Toilettenanlagen ein

Jeder kennt Sie: Die berühmten City-Toiletten der Wall AG, die vielerorts in Berlin stehen. Doch wie lange noch? 2018 läuft der Vertrag für deren Betrieb mit dem Stadtmöblierer aus. Alleine in TempelhofSchöneberg gibt es 20 dieser öffentlichen Bedürfnisanstalten. Geht es nach der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, so sollen ab 2018 nur noch „rentable“ Standorte weiterbetrieben werden.

In Tempelhof-Schöneberg träfe dies lediglich auf die Anlage am Wittenbergplatz zu, alle anderen müssten abgebaut werden. CDU-Baustadtrat Daniel Krüger zweifelt offen an den Rentabilitätskriterien des Senatsverwaltung: „Nach deren Kriterien rechnet sich eine Toilette erst bei mindestens 50 Nutzungen pro Tag.“ Nicht nur Krüger hadert mit der Entscheidung der Senatsverwaltung. Die Bezirksverordnetenversammlung hat sich auf Antrag der CDU-Fraktion deutlich für den Erhalt der öffentlichen Toiletten im Bezirk ausgesprochen. „Ich bin ich froh, dass die übrigen Fraktionen unserem Antrag gefolgt sind, denn bereits jetzt gibt es eigentlich zu wenige öffentliche Toiletten im Bezirk. Im Hinblick auf den demografischen Wandel wird der Bedarf sogar noch steigen. Das flächendeckende Angebot an öffentlichen Toiletten ist eine elementare Voraussetzung für die Sauberkeit, Aufenthaltsqualität und Attraktivität des öffentlichen Raumes. Rentabilitätsgesichtspunkte dürfen bei der Ausstattung mit öffentlichen Toiletten nicht das entscheidende Kriterium sein.“, sagt Guido Pschollkowski, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksverordnetenversammlung. Das Bezirksamt muss sich jetzt dafür einsetzen, dass das Land Berlin künftig ein flächendeckendes und ausreichendes Angebot an öffentlichen Toiletten im Bezirk bereithält. Zumindest sollten die bisherigen Standorte erhalten bleiben. Die CDU-Fraktion wird diesen Prozess begleiten und im Interesse der Einwohnerinnen und Einwohner sowie den Gästen unserer Stadt vorantreiben.

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